Steuerpaket 2008, Referat von Frau Regierungsrätin Dr. Eva Herzog

Thema: Das neue Einkommenssteuersystem, Konzeption und Auswirkungen

Auf Einladung vom NQV Breite-Lehenmatt und St. Alban-Gellert referierte Frau Dr. Eva Herzog am 27. Februar 2008 in der Mensa des Freien Gymnasium über die Änderungen des neuen Steuerpaketes 2008. Im Allgemeinen gibt es kleine Steuererleichterungen, welche anhand zahlreicher Folien erläutert wurden (siehe Anhang). Die Änderungen kommen erst in den Steuern 2009 zum Tragen.

Text / Foto: Ursula Brückner

Interessant sind die Tabellen, worin die Steuerzahlenden erst ab einem Einkommen von Fr. 25'000 pro Jahr steuern werden. Danach steigt die Kurve steil an. Es werden neu Ehepaare den Konkubinatspaaren gleichgestellt, indem diese ihre Abzüge geltend machen können. Ab einem Einkommen über CHF 200'000.- hat die Kurve eine leichte Hick von 23% auf 26%. Die verheirateten Ehe- und Familienfrauen werden gegenüber den auswärts erwerbenden Frauen, welche ihre Kinder in den Hort oder Tagesschule bringen, finanziell bestraft. Das heisst, wenn sie die Kinder selber zu Hause aufziehen (Hausfrauen) gehen sie leer aus. Während die auswärts Arbeitenden ihre Unkosten per Abzüge geltend machen können.

Pensionierte vermögende Ehepaare, welche nicht einem bezahlten Erwerb nachgehen, werden auch stärker zur Kasse gebeten. Eindrücklich ist die Grafik der prozentualen Verteilung und Anteil der Höhe der Einkommen in Basel und der hohe Anteil der juristischen Gesellschaften, welche in Basel steuern. Ohne sie hätten die natürlichen Personen noch mehr zu steuern.

Es zeigt auch, dass das ganze Steuergebilde eine hoch sensible Angelegenheit ist und es lohnt sich für den Staat, den guten Steuerzahlern auch eine wohlwollende, dankbare Geste zu erweisen. Es lässt sich sogar so der Zulauf oder Abwanderung bestimmter Bevölkerungsschichten regulieren.

Text / Foto: Ursula Brückner